Paraschat Ki Teze 

(5. BM 21,11 – 25,19)

 

„Ki Teze Lamilchama al Ojwecha“

„Wenn du ausziehst zum Kriege gegen deine Feinde“

Mit diesen Worten beginnt der heutige Wochenabschnitt, und endet mit das Gebot Krieg über Amalek:

Gedenke, was dir Amalek getan auf dem Wege bei eurem Auszuge aus Ägypten ......Vergiß nicht! (25,17-19)

Unsere Parascha beginnt mit Krieg und endet mit Krieg. Man könnte annehmen  ja glauben das die gesamte Abschnitt spricht nur über Krieg. Es ist aber nicht so, die Sidra enthält zusätzlich eine ganze Fülle von Geboten, Satzungen und Prinzipien, die Mosche dem Volk bekanntgeben und erläutern soll.

Die fünf Bücher Mose mit ihren 613 Geboten sind in der Tat oft sehr kurz gefaßt. Ohne mündliche Erklärung wären uns viele fast unverständlich. Von Anfang an mußte es neben der schriftlichen Lehre ‚Thora sche bichtaw‘ auch eine mündliche Lehre geben ‚Thora sche be’alpe‘. Die mündliche Lehre bewahrt die Thora vor einer Versteinerung und dem Untergang. So entstand später der Talmud, eine Sammlung von Disputen, Auslegungen, Lehrmeinungen, Grundsätzen, um jede der 613 Mitzwot genauestens und unmißverständlich zu erklären.

Allein in unserem heutigen Abschnitt sind 74 Gebote aufgeführt und die meisten wären ohne rabbinische Erklärung unverständlich und kaum ausführbar geblieben.

Die Tora hat uns vielen Gebote gegeben um uns in der Gesellschaft, zu schützen und zu belohnen.

Wer ein Dach baut soll ein Geländer dazu  bauen, und sich nicht auf G“tt vertrauen, das Er wird ihn schon schützen. Das Verbot, die Kleidung des entgegengesetzten Geschlechts zu tragen, denn die Tora lehrt uns, daß die Unterscheidung zwischen Geschlechtern ein Teil des göttlichen Schöpfungsplans gewesen ist. Die Körper von Mann und Weib wurden mit gewissen klar sichtbaren Unterschieden ausgestattet. Jeder Versuch, diese Unterschiede zu verbergen, bedeutet soviel wie Auflehnung gegen die göttliche Zielsetzung oder derer Verneinung. Ein Mann darf das Gewand einer Frau nicht anziehen. Es ist ihm auch verboten sich so zu rasieren um weiblich auszusehen. Auch eine Frau darf keine Männerkleidung tragen oder sich irgendwelcher Mittel bedienen , um männlich zu erscheinen. Den Mann betreffend fügten unsere Weisen  dieser Verordnung noch das Verbot hinzu, graue Haare von seinem Kopfhaar auszuziehen, um jünger zu erscheinen. Sogar wenn ein Mann sein Haar färbt, um ein jugendliches Aussehen zu bewahren, übertritt er dieses Gesetz. (R.Chill)

Arbeiter und Hautiere dürfen bei der Ernte von der Erdfrücht genießen ..“ Wenn du in den Weinberg deines Nächsten kommst, so magst du Trauben essen nach dein Begehr....aber in dein Gefäß tue nichts (23,25)

...Verbinde dem Ochsen das Maul nicht beim Dreschen. (25,4) Das auf den Feldern Vergessene den Armen überlassen. „....so sollst du nicht zurückkehren, sie zu nehmen; dem Fremdling, der Waise und die Witwe soll es gehören....“ (24,19) Eine Gebot die unsere Aufmerksamkeit ganz besonders zieht, ist das Hängen von Übeltätern „...Wenn jemand ein todwürdiges Verbrechen begangen hat und hingerichtet worden ist, sollst du ihn an ein Holz hängen. Laß aber seinem Leichnam nicht am Holz übernachten, sondern begrabe ihn denselben Tag noch.“(21:21-23)

R.. Hertz Kommentar, R.Chill

 

 

 

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5. Buch Moses